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Wappen

Meckesheim

Durch eine eingebogene silberne Spitze, worin ein aus einem blauen Wellenbalken emporkommendes sechsspeichiges halbes schwarzes Mühlrad, gespalten; vorn in Schwarz ein linksgewendeter goldener Löwe, hinten von Blau und Silber schräglinks gerautet.

Meckesheim 1295 als Sitz der gleichnamigen Zent bezeugt, kam 1330 mit dem geamten, das untere Elsenztal und die Seitentäler umfassenden Zentbezirk durch Verpfändung an die Pfalz. Die Pfalzgrafen verlegten das Zentgebiet jedoch 1346 nach Neckargemünd. 1803 fiel der Ort an Baden. Am 13. Dezember 1973 wurde Mönchzell nach Meckesheim eingemeindet.

Am Lobbach, der entlang der Hauptstraße durch den Ort fließt, befand sic im Spätmittelalter eine Mühle. Im 18. Jahrhundert entstanden weiter Mühlen. Der Wappenschlid in dem seit 1750 in Abdrücken nachgewiesenen Gerichtssiegel, der dem Gemeindewappen zum Vorbild diente, zeigt die Bedeutung der Mühlen für den Ort und weist mit dem Löwen und den Wittelsbacher Rauten aud die damalige Landesherrschaft hin. Im 19. Jahrhundert führte die Gemeinde zeitweise ein Siegel, in dem das 1782 auf der Elsenzbrücke für Kurfürst Karl Theodor errichtete Denkmal zu sehen war. Das am ältesten Siegel orientierte Wappen wurde im Jahr 1900 auf Vorschlag des Generallandesarchivs von der Gemeinde angenommen. Bei Hupp hat das Mühlrad acht Speichen, und der Wellenbalken ist aus nichtersichtlichem Gründen grün tingiert. Die nicht korrekt aus dem Wappen abgeleitete Flaggenfarbe sind nach Auskunft der Gemeinde seit Jahrzenten üblich.

 

Mönchzell

In Silber auf grünem Boden ein Mönch in schwarzer Kutte und Kappe, in den Händen ein aufgeschlagenes schwarzes Buch haltend, mit einer Gebetskette am Rock.

Seit Mitte des 14. Jahrhundert wurde der 1337 als "Wyelercellen" erstmals erwähnte Ort zur Unterscheidung vom benachbarten Langenzell - wohl im Zusammenhang mit dem Namen der damaligen Ortsherren Mönch von Rosenberg - Mönchzell genannt. Während die Ortsherrschaft oft wechselte, übten die Pfalzgrafen ab 1330 bis zum Übergang der Kurpfalz an Baden 1803 die Landeshoheit aus. Das Ortsgericht bestand 1722 aus einem Anwalt und drei Gerichtsleuten.

Das seit 1722 nachgewiesene, von Widder beschriebene Gerichtssiegel zeigt in eimem Schild, über dem ein engelskopf schwebt, die verschlungenen Buchstaben "M" und "Z" für den Ortsnamen. Im 19. Jahrhundert taucht schließlich als Siegelmotiv ein lesender Mönch im Schild auf. Nach dieser Vorlage entwarf das Generallandesarchiv ein "redendes", den Orsnamen symbolisierendes Wappen, das den Mönch in "natürlicher" Farbgebung mit fleischfarbenem Gesicht und brauner Kutte darstellte. Die Gemeinde stimmte 1911 diesem Wappenbild zwar Prizipiell zu, ließ aber zunächst keinen neuen Siegelstempel anfertigen. Erst als man 1959 die Farbgebung des Wappens in heraldisch korrekter Weise modifizierte, schaffte die Gemeinde auch ein neues Siegel mit dem Wappenmotiv von 1911 an.

 

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