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Historie Mönchzell

Urkunde MönchzellMönchzell ist erstmals urkundlich erwähnt im Lorscher "codex laureshamensis" 1337 hieß der im Lobbachtal gelegene Ort noch Wyelercellen. Von 1354 an findet man die Bezeichnung Mönchzell. Dieser neue Name erklärt sich von dem damaligen Ortsherren, dem Mönch von Rosenberg, her. Der Weiler ist nach seinem Grundwort als kirchliche Ausbausiedlung entstanden und ist in seinem Ursprung wohl dem 9. Jahrhundert zuzuordnen.

 

Alte Zusammenhänge auf kirchlichem Gebiet weisen auf einen Ausbau von Meckesheim her hin. Vermutlich verlief die alte Hauptausdehnung quer zur Talrichtung und hat sich die Hauptstraße erst im Verlauf des 18. Jahrhunderts richtig ausgebildet. Innerhalb des ältesten Teils lag im Spätmittelalter ein Burgstadel, der 1565 zur adeligen Wohnstatt ausgebaut wurde.

 

Ein Schultheiß wird schon bei der ersten Erwähnung des Ortes genannt. 1722 stand dem Ortsgericht, wie in allen vogteilichen Dörfern, nur ein Anwalt vor. Es war mit drei weiteren Gerichtsleuten besetzt. Im Spiegel führte das Gericht damals den Großbuchstaben M in barocker Form.

 

Das heutige Gemeindewappen ist als redendes Wappen nach dem Ortsnamen entworfen: In Silber auf grünem Boden ein Franziskaner-Mönch, in den Händen ein Buch haltend.

 

Die Hauptstraße in Richtung Meckesheim nahm die Bauten um 1900 auf. Etwa 1925 wurde die Blumenstraße angelegt; 1950 die Ringstraße, mit der die stetig vorangegangene Ortserweiterung einsetzte. Eine erste Gemeindewasserleitung wurde 1926/27 eingerichtet.

 

Elektrizität wurde 1920 eingeführt. Die Kanalisation wurde in den 60er Jahren fertiggestellt.

 

Das jetzige Schulhaus wurde 1904 von der politischen Gemeinde erbaut und 1960 erweitert und modernisiert. Seit 1966 ist Meckesheim der Sitz der Hauptschule und in Mönchzell werden seit dem 1. August 1967 nur die Grundschüler unterrichtet.

Im Jahr 1972 konnte die Lobbachhalle ihrer Bestimmung übergeben werden. Diese wurde 2011 saniert.

 

Die Gemeindereform setzte mit der Eingemeindungsfeier am 30. Dezember 1973 in der Lobbachhalle den endgültigen Schlusspunkt für die Selbständigkeit. Mönchzell wurde Teilort der Gemeinde Meckesheim.

 

Dessen ungeachtet beging Mönchzell im Juli 1987 eine sehr eigenständige und denkwürdige 650-Jahr-Feier, die entsprechende Beachtung in der Region fand. Ebenso wie die 675-Jahr-Feier im Jahr 2012. Zu diesem Anlass erschien auch der 4. Band der Schriftenreihe zur Meckesheimer Ortsgeschichte <675 Jahre Mönchzell – 1337-2012>

 

2013 feierte die Freiwillige Feuerwehr des Ortsteils das 75-jährige Jubiläum. Das neue Feuerwehrgerätehaus wurde 2014 feierlich eingeweiht.